Tauchanzüge

Rat zu Tauchausrüstung

Tauch - Professor

Es gibt kein kaltes Wasser – nur falsche Tauchanzüge

Die Wahl / der Besitz des richtigen Tauchanzuges etscheidet oftmals über den Funfaktor des Tauchgangs.
Wir unterscheiden Naß – Tauchanzüge, Halbtrocken – Tauchanzüge und Trocken – Tauchanzüge

Naßtauchanzüge – billig, komfortabel, und gut (ab ca. 15°C)
Naßtauchanzüge sind aus Neopren (Ausnahme Lycra – für Tropen) und von 3 – 9mm dick. Sie eignen sich je nach Kälteanfälligkeit Dicke und Pasform von etwa 15°C bis ? Der Körper verliert durch die enorme Wärmeleitfähigkeit des Wassers (20 Mal höher als Luft) beim Tauchen auch in relativ warmem Gewässer sehr schnell seine Temperatur. Dies gilt es mit einem Tauchanzug zu bekämpfen. Das wichtigste Kriterium ist die Passform, denn der Wasseraustausch und damit der Wärmeabfluss ergeben sich bei Neopren in erster Linie durch die Menge des ein- und ausströmenden Wassers. Passt der Anzug ist dies auf ein Minimum beschränkt. Schlottert er an Armen, Beinen und am Hals bringt er uns nichts.
Desweiteren ist die Dicke des Materials entscheidend. Sind in unseren Breitengraden 7mm fast als Minimum anzusehen, sind in tropischen Breiten 3 mm mehr als genug. Aber auch die Tiefe der absolvierten Tauchgänge sollte nicht ausser acht gelassen werden. Da die Isolationsfähigkeit des Neoprens durch die eingechlossenen Luftblasen (Luft isoliert) erreicht wird und die Dicke unserer Neoprenhaut unter Druck komprimiert wird (um den Faktor der eingeschlossenen Luft) ergibt sich bei einem Tauchgang auf 40 Meter bei einem 7mm Anzug noch etwa die Isolationsfähigkeit eines 3mm Anzuges an der Oberfläche.So kann es durchaus kommen, dass man für tiefe Tauchgänge einen Anzug wählt der dicher ist als die Oberflächentemperatur es notwendig erscheinen lassen würde.

Halbtrockentauchanzüge (ca 5°C – 20°C)
sind Naßtauchanzüge mit mehr oder weniger gut funktionierenden Dichtungssystemen an Armen, Beinen, Hals sowie Reissverschlüssen. Hintergrund ist der Versuch den Wasseraustausch auf ein Minimum zu reduzieren ohne dabei den Aufwand eines Trockentauchanzuges treiben zu müssen.

Trockentauchanzüge (unter 10°C)
sind Tauchanzüge die den Taucher innen absolut trocken halten. Sie verfügen über angesetzte Stiefel und eng abdichtende Latex- oder Neoprenmanschetten an den Armen und am Hals. Ihre enorme Isolationseigenschaft erreichen sie dadurch dass ein Luftpolster zwischen dem Taucherkörper und dem Anzug besteht. Die Wärmeleitung des Wassers wird so ausgeschlossen. Die Tarierung erfolgt zu diesem Zweck nicht mehr durch das Jacket, sondern über den Trocki. Was für Anfänger sehr ungewohnt ist und auch schon zum ein oder anderen Tauchunfall geführt hat (Tip: Spezialkurs lohnt sich)
Es gibt Trockentauchanzüge aus Neopren und aus Trilaminat, wobei letzteres selbst nicht isolierend wirkt. Die Isolation muss durch einen entsprechenden Unterzieher erfolgen.

 

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